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Quelle: 'Erinnerung – Julius Cardinal Döpfner', Echter Verlag 1976
Quelle: "Erinnerung – Julius Cardinal Döpfner", Echter Verlag 1976

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julius Kardinal Döpfner (1913 – 1976)

„Der erste Kreuzträger seines Bistums“

 

Kindheit und Ausbildung

  • geboren am 26. August 1913 in Hausen bei Bad Kissingen
  • lebte in bescheidenen, ärmlichen Verhältnissen mit vier Geschwistern
  • seine Eltern verstarben früh
  • 1933 Abitur am Kilianeum in Würzburg als Jahrgangsbester
  • 1933 - 1941 Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom
  • 29. Oktober 1939: Priesterweihe in der Kirche „Al Gesu“ St. Ignatius in Rom
  • 1941 Dissertation über die Theologie Kardinal John Henry Newmans

Sein Wirken in der Diözese Würzburg:

  • 1941 bis 1944 Kaplansjahre in Großwallstadt, Schweinfurt und Gochsheim
  • 1944 Präfekt im Würzburger Kilianeum
  • 1945 Subregens am Priesterseminar
  • Döpfner erlebte die schweren Bombenangriffe auf Schweinfurt im August und Oktober 1943 und die Bombenkatastrophe vom 16.März 1945 in Würzburg und sah die große Not der Menschen.

1948 Papst Pius XII ernennt ihn am 11. August 1948 zum 85. Bischof von Würzburg. Mit seinen 35 Jahren war er der jüngste Bischof Europas.
 

Schwerpunkte seines Wirkens

  • „Wohnungsbau ist Dombau“ (Gründung des St. Bruno-Werkes)
  • Betriebsseelsorge und Förderung des „katholischen Werkvolkes“
  • Hochschulseelsorge
  • Gründung der Akademie Domschule (Erwachsenenbildung)
  • 1948 bis 1957 Renovierung und Bau vieler Gotteshäuser in Franken
  • geistliche Sorge für Heimatvertriebene und Flüchtlinge

Weitere Stationen

  • 1957 - 1961 Bischof des Bistums Berlin
  • am 15. Dezember 1958 Aufnahme durch Papst Johannes XXIII ins Kardinalskollegium
  • 1961 - Erzbischof von München und Freising
  • 1963 - 1965 Moderator des Zweiten Vatikanischen Konzils
  • 1965 - Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz
  • 1969 - 1975 Präsident der Synode der Bistümer Deutschlands in Würzburg

Julius Kardinal Döpfner war bodenständig und heimatverbunden. Für ihn hatte die Sorge um die Menschen Vorrang vor allem Sonstigen.
Er verstarb am 24. Juli 1976 durch plötzlichen Herztod.
Wir bewahren ihm als Namenspatron unserer Schule stets ein ehrendes Gedenken.